Prothesenwechsel / achsgeführte TEP

In Fällen einer 2. oder 3. Wechseloperation z.B. nach Lockerung einer Primärprothese, bei einer primären massiven Fehlstellung oder bei komplexen Bandinstabilitäten muss die Gelenkstabilität, die bei einer „normalen Knieprothese“ durch die körpereigenen Bänder besteht, durch Anteile der Prothese ersetzt werden.

Achsfehlstellung vor gekoppelter Teilprothese
Achsfehlstellung vor gekoppelter Teilprothese
gekoppelte Knieprothese a.p. (Aufnahme Vorderansicht)
gekoppelte Knieprothese a.p. (Aufnahme Vorderansicht)
gekoppelte Knieprothese (seitliche Aufnahme)
gekoppelte Knieprothese (seitliche Aufnahme)
teilgekoppelte Knieprothese a.p. (Aufnahme Vorderansicht)
teilgekoppelte Knieprothese a.p. (Aufnahme Vorderansicht)
teilgekoppelte Knieprothese (seitliche Aufnahme)
teilgekoppelte Knieprothese (seitliche Aufnahme)

In diesen Fällen werden zumeist modulare Prothesen verwendet. Das bedeutet, dass die Prothese, während der Operation aus einer Art Baukastensystem individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt, zusammengestellt wird. Hierdurch können bestimmte Knochendefekte ausgeglichen werden und je nach vorherigem Defekt auch verschieden tiefe Verankerungen im Knochen durch unterschiedliche Schaftlängen der Prothesenkomponenten ausgewählt werden.

Die Kopplung der Prothesenanteile erfolgt durch das Inlay und über Achsanteile, die beide Prothesenkomponenten miteinander verbinden, gleichzeitig aber auch Bewegungen zulassen.

Das Ziel ist eine individuelle Prothese mit Anpassung an die knöchernen Gegebenheiten des Patienten. Dabei werden Defekte nach Lockerung des Implantates aus vorangegangenen Operationen oder Fehlstellungen mit Hilfe der unterschiedlichen Prothesenkomponenten ausgeglichen.

Achsgeführte Prothesen werden im Gelenkbereich meist mit Knochenzement verankert. Die Schäfte können häufig zementfrei implantiert werden.