Schlittenprothesen – unicondylärer Gelenkersatz

Bei einseitigem Verschleiß des inneren Gelenkanteils, erhaltenem äußeren Gelenkanteil und unauffälligem Kniescheibengleitlager, besteht die Möglichkeit zum operativen Einsatz einer Schlittenprothese. Hierbei handelt es sich um einen isolierten Teilgelenkersatz, wobei die übrigen Gelenkanteile erhalten bleiben.

Vor einer Schlittenprothesenimplantation muss eine genaue Diagnose gestellt und das Ausmaß der Knorpelschädigungen festgestellt werden. Zusätzlich müssen die Knorpelverhältnisse der übrigen Gelenkanteile bestimmt werden. Hierfür wird eine vorangegangene Arthroskopie des Gelenkes (Spiegelungsoperation) oder bildgebende Diagnostikverfahren wie Röntgen, Kernspintomographie (MRT) vorausgesetzt.

Meist ist die Beugefähigkeit nach einer Schlittenprothesenoperation besser als nach einer kompletten Oberflächenersatz Prothese. Die Haltbarkeit einer Schlittenprothese liegt in der Regel zwischen 7-10 Jahren. Bereits bei der Verankerung des Schlittens muss dies berücksichtigt werden. Besonders im Bereich des Tibiakopfes ist eine sehr sparsame Knochenresektion notwendig, um im Falle einer Wechseloperation noch ausreichende Verankerungsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben.

Schlittenprothesen werden in der Regel mit Knochenzement verankert.

Bei Instabilitäten z.B. durch vorangegangene Bänderschädigung (Kreuz-, Seitenbänder), einer Einschränkung der Streckfähigkeit oder starkem Übergewicht können Schlittenprothesen nicht verwendet werden.

Teilprothese auf der Innenseite ds KniegelenksTeilprothese auf der Innenseite ds Kniegelenks